Roman: Flutgebiet

Im März 2019 ist mein Roman „Flutgebiet“ im Verlag Müry Salzmann erschienen. Er war im Finale des Literaturpreises Alpha und liegt inzwischen in dritter Auflage vor.

Cover des Romans Flutgebiet von Malte Borsdorf
Cover, Malte Borsdorf: Flutgebiet, Roman, Müry Salzmann Verlag 2019

Im Februar 1962 wird Hamburg von der größten Sturmflut seiner Geschichte heimgesucht. Man trifft sich in Novotnys Hafenkneipe. Hier in der „Kogge“ hat der junge Karl Blomstedt seine halbe Kindheit zugebracht, weil seine Mutter die Köchin ist. Nun müsste er längst vom Hafen zurück sein, das Wasser steht schon drei Meter über Normalnull. Der Bücherverschlinger soll wie sein Vater Hafenarbeiter werden, obwohl er dafür nicht geeignet scheint; aber fürs Lesen hat man in der Welt der Schauerleute, Kaischuppen und Speicher nicht viel übrig. Die Ehe der Eltern, die Menschen rund um sie, die Hafengeschichten werfen verstörende Schatten auf Karl, just als er der ersten Liebe begegnet …

Stimmen zum Buch

„Es ist eines der fesselnden Bücher, in denen die Welt der Literatur es schafft, scheinbar mühelos stärker zu sein als die wirkliche.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. November 2019

„Und so gelingt es dem Autor … sich mit dieser sehr leisen Geschichte über die tosenden Februar-Tage an der ausufernden Elbe Gehör zu verschaffen.“ Hamburger Abendblatt, 14. November 2019

„Malte Borsdorf geht es auch nicht ausschließlich um diese Sturmflut: Er spürt an ihrem Beispiel den Auswirkungen jedweder Katastrophe auf die Menschen nach. Und die hat er in seinem blendend recherchierten Roman sehr einfühlsam geschildert.“ SWR2 Lesenswert, 11. November 2019

„In der Spur von Lenz und Böll entwickelt Borsdorf im ruhig-dringlichen Erzählton seine Geschichte, die Milieustudie und Entwicklungsroman zugleich ist.“ Kieler Nachrichten, 29. Juni 2019

„Malte Borsdorf liefert mit dem Roman einen Einblick in die ärmlichen Verhältnisse des Hamburger Arbeiter- und Hafenmilieus, ohne dabei von oben herab zu blicken und die Handelnden zu entblößen … Bedrückend verknüpft Borsdorf die realen Ereignisse im norddeutschen Hamburg 1962 mit der fiktiven Geschichte des Karl Blomstedt. Die Beschreibung des Hamburger Hafenmilieus ist berührend und beklemmend zugleich und lässt einen oft fassungslos zurück.“ FM4 Connected, 25. Januar 2020

„Die Stimmung könnte nicht überzeugender, authentischer und norddeutscher sein. Das hat etwas vom Großmeister Siegfried Lenz und bringt einerseits etwas vom Schrecken dieser Katastrophentage zurück und errichtet andererseits den tapferen und couragierten Helfern ein Denkmal.“ Feine Adressen Hamburg, I/2020

„Als Milieuroman funktioniert Flutgebiet auch am besten. Es ist eine raue Welt, die geschildert wird, Borsdorf beschönigt wenig und idealisiert auch seine Charaktere nicht. Borsdorf hat, auch hier ein Bruder im Geiste von Dickens und Böll, ein Herz für die Abgehängten und sozial Schwachen. Das scheint es auch, was ihn an dieser Katastrophe am meisten interessiert. Nicht, was genau passierte, sondern wen sie traf und wie diese Menschen darauf reagierten. Borsdorf schreibt eine unaufgeregte Prosa. Der szenische, sehr visuelle Stil erinnert bisweilen an ein Drehbuch. Das Unprätentiöse macht Spaß.“ LiLiT – Literarisches Leben in Tirol, 9. Oktober 2019

„Dass Malte Borsdorf der Roman zur guten Unterhaltung der Leserschaft gelungen ist, liegt nicht nur am geschickt konstruierten Plot, einer Handlung, die vor dem dramatischen Hintergrund der Flut- und Sturmereignisse in den Bann zieht. Nein, vor allem sind es wohl die Figuren der Geschichte: Echte Typen sind das, norddeutsch, meist mindestens ein wenig wortkarg, trocken.“ Kiel Lokal, Oktober 2019

„Die Geschichte einer Hafenarbeiterfamilie in Hamburg-Wilhelmsburg zur Zeit der Sturmflut von 1962 wird von Malte Borsdorf sehr atmosphärisch erzählt. Kaum zu glauben, dass der Autor selbst aus Süddeutschland kommt. Sehr lesenswert!“ Contor Buchhandlung, Stade, 11. Mai 2020

„Erstaunlich an diesem Buch, es ist ein Debütroman eines jungen Mannes, Malte Borsdorf ist in Reutlingen geboren, in Tirol aufgewachsen und das Buch erscheint in einem kleinen österreichischen Verlag, und trotzdem könnte es nicht authentischer, echter und wahrhaftiger vom Norden erzählen als er das tut.“ Buchhandlung stories!, Hamburg, 14. Januar 2020

„Ich habe gefroren, als ich dieses Buch gelesen habe … Die sehr authentisch wirkende Atmosphäre macht einem Angst. Man weiß ja, was passiert und fiebert mit den Menschen im Buch mit.“ WIP – Wilhelmsburg Important Person, 29. August 2019

„Nässe, Kälte, Schlamm – bei Borsdorf hat man zuweilen ein klammes Gefühl beim Lesen, und das nicht nur wegen der Flutszenen. Denn die eigentliche Stärke der Geschichte ist die Schilderung des rauen Lebens im Hafenarbeitermilieu.“ Elbe Wochenblatt, 31. Juli 2019

„Malte Borsdorf gelingt die Milieuschilderung, die Glaubwürdigkeit der harten Lebensumstände … und dabei eine lebendige Figurenführung.“ Hotlistblog, 21. Mai 2019

„In seinem Roman Flutgebiet macht Malte Borsdorf am Schicksal der Menschen um die Kneipe Kogge die Ereignisse von 1962 in eindringlicher Weise lebendig.“ Wilhelmsburger InselRundblick, April/Mai 2019

„Kann ein 1981 in Reutlingen geborener und in Tirol aufgewachsener Autor einen Roman über die Sturmflut im Februar 1962 in Hamburg schreiben? Er kann! Und wie!“ Buchladen in der Osterstraße, Hamburg, April 2019